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Der Braunkohl wird außerhalb von Hannover und Braunschweig meist Grünkohl genannt. Er wird genauso gekocht wie Braunkohl, wird aber statt mit Kartoffeln mit Haferflocken oder Hafergrütze gebunden und schließlich mit Pinkel gegessen. Ein besonders im Raum Bremen gern gegessenes Gericht.
Pinkel ist eine Grützwurst aus Schweineflomen, Hafergrütze, Zwiebeln, Salz und Pfeffer, in Mitteldärme gefüllt. Sie wird gegart und dann kalt geräuchert.
Der etwas seltsame Name ist aus dem plattdeutschen Wort "Pink" abgeleitet. Das heißt "kleiner Finger" und wurde auch als Bezeichnung für eine kleine Wurst benutzt.
Zutaten:
• 1/2 - 1 kg Grünkohl
• 2 Zwiebeln
• 100 g Schweineschmalz
• 2 El Haferflocken
• 500 g Kasseler
• 250 g durchwachsenen Speck
• 3/8 l Wasser
• Salz
• 4 Pinkel
• Pfeffer
• Muskatnuss
• Zucker
Zubereitung:
Grünkohl gründlich waschen, in kochendes Salzwasser geben, 1-2 Minuten kochen, abtropfen lassen, grob hacken. Zwiebeln abziehen, würfeln. Schweineschmalz erhitzen, die Zwiebeln darin glasig dünsten, den Grünkohl hinzufügen, Haferflocken unterrühren, erhitzen.
Das Fleisch waschen, evtl. Knochen auslösen, das Fleisch mit dem Knochen zu dem Grünkohl geben, Speck und Wasser hinzugeben, mit Salz würzen, zum Kochen bringen, etwa 30 Minuten kochen lassen. Pinkel dazugeben, 20 Minuten mitkochen lassen, mit Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuss und Zucker abschmecken, das Fleisch und den Speck in Scheiben schneiden, mit den Würsten und dem Grünkohl auf einer Platte anrichten.
Als Beilage eignen sich Röst- oder Bratkartoffeln.
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